Praxis für Podologie u.Fußpflege Helga Kann - wir bringen Ihre Füße wieder auf  die Beine!
Podologie
 
Podologie...



  • ist die nichtärztliche Heilkunde am Fuß
  • ist ein medizinischer Assistenzberuf mit zweijähriger spezieller Ausbildung
  • ist unter anderem die besondere Qualifizierung im Bereich Risikopatienten
  • ist Zusammenarbeit mit Haus- oder Fachärzten, und Orthopädieschuhmachern
  • ist die Mitwirkung in der Gesundheitsvorsorge um Fußerkrankungen frühzeitig zu erkennen bzw. Vorzubeugen
















Diabetischer Fuß
Alles zu Ursachen, Symptomen und Therapie des diabetischen Fuß-Syndroms

Mit dem Stimmgabeltest wird das Vibrationsempfinden überprüft. Auf diese Weise können schon beginnende Nervenschäden aufgedeckt werden.

Der diabetische Fuß, der Fachbegriff lautet "diabetisches Fuß-Syndrom", ist eine häufige Folgekomplikation eines langfristig überhöhten Blutzuckerspiegels. Führend bei der Entwicklung sind Störungen und Ausfälle der für Bein und Fuß zuständigen Nerven (diabetische Neuropathie). Störungen der Blutzirkulation (Makroangiopathie) kommen aber häufig unterstützend dazu. Durch Ausfall der Schweißbildung wird die Haut an Beinen und Füßen trocken-rissig und besonders anfällig für Verletzungen. Gestörte Bewegungsabläufe führen zur Fehlbelastung des Fußes und damit zur Hornhautbildung. Die Warnfunktion des Schmerzes entfällt bei Neuropathie, so dass die rechtzeitige Erkennung und Versorgung von Wunden unterbleibt. Eingeschränkte Durchblutung und durch längerfristig hohe Blutzucker geschwächte Abwehrkräfte verzögern oder verhindern die Wundheilung. So können sich banale Hautschäden durch Druckstellen, Risse, kleinste Verletzungen oder Fußpilz ungestört infizieren und ausbreiten. Gelingt es nicht, diesen Prozess kurzfristig aufzuhalten, kann die Amputation von Zehen, Fuß, Unterschenkel oder des ganzen Beins erforderlich werden.
Mehr als 30.000 Amputationen als Folge des diabetischen Fuß-Syndroms werden jährlich in Deutschland vorgenommen. Um keine Verletzung zu übersehen, sollte deshalb jeder Diabetiker mit mehrjähriger Erkrankungsdauer täglich seine Füße auf Veränderungen kontrollieren. Eine gründliche ärztliche Inspektion bisher unauffälliger Füße mindestens einmal jährlich ist obligatorisch. Nachgewiesene Nerven- und/oder Gefäßveränderungen sowie Wunden erfordern engmaschige Vorstellungen beim Hausarzt/Diabetologen oder in der diabetischen Fußambulanz. Wegen der langwierigen und aufwändigen Behandlung ist die Versorgung des diabetischen Fußes zu einem Spezialgebiet der Diabetologie geworden.

Diabetischer Fuß
Symptome

Nächtliche Schmerzen in den Beinen können ein Symtpom für eine Nervenschädigung sein.


Eine beginnende diabetische Neuropathie an Beinen und Füßen wird zunächst keine Beschwerden verursachen, auch wenn der Arzt bei der Untersuchung der Nervenfunktion Auffälligkeiten findet. Eine Abschwächung von Schmerz und Temperaturempfindung bleibt lange unbemerkt. Eine zunehmend trockene Haut an Unterschenkeln und Füßen mit fehlender Schweißbildung ist ein häufig übersehenes Symptom neuropathischer Veränderungen. Taubheit in den Füßen, Gehen wie auf Watte, Ameisenlaufen, aber auch erhöhte Berührungsempfindlichkeit und stechende oder brennende Schmerzen vor allem nachts sind Ausdruck einer Störung sensibler Nerven.

Fehlstellungen der Zehen – so genannte Krallenzehen – sind eine typische Folge von Nervenausfällen. Zusätzlich hat sich der erste Zeh beider Füße zum Hammerzeh verformt
Der Ausfall motorischer Nerven und der von ihnen versorgten Fußmuskeln führt zur Krallenbildung der Zehen (siehe Abbildung). Der Vorfuß wird beim Gehen unzureichend angehoben, so dass Betroffene häufig über die eigenen Füße stolpern. Der Abrollvorgang des Fußes beim Gehen ändert sich, zusätzlich unterstützt durch die eingeschränkte Beweglichkeit in den nach und nach versteifenden Gelenken. So konzentriert sich der Druck beim Gehen unter dem Vorfuß und führt zur Bildung von Hornhautplatten, die ihrerseits auf das Gewebe drücken. Blasenbildungen und Einblutungen unter der Hornhaut können die Folge sein. Hornhautrisse sind ideale Eintrittspforten für Krankheitserreger und signalisieren die akute Gefährdung des Fußes.
Aber auch jede noch so geringe Verletzung, die wegen fehlender Schmerzwahrnehmung nicht bemerkt wird, kann sich ungestört ausbreiten. Tiefe, vereiterte Wunden, häufig mit Beteiligung der Gelenke und Knochen oder auch Nekrosen (abgestorbenes Gewebe) werden deshalb nicht selten rein zufällig entdeckt. Auch kommt es vor, dass ein über Jahre nicht erkannter Typ-2-Diabetes erst dann festgestellt wird, wenn ein Patient mit einem vereiterten, aber schmerzlosen Fuß den Arzt aufsucht.




Fusspflege auf Rezept

Diabetiker können fußtherapeutische Maßnahmen ab 1. Juli 2002 mit ihrer Krankenkasse abrechnen
Ab 01.07.2002 ist die medizinische Fußbehandlung in Deutschland als Heilmittel eingestuft. Was ergibt sich für Sie, als betroffener Diabetiker daraus? Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben anliegend an das Bundessozialgerichtsurteil aus dem Jahre 1998 die fußtherapeutischen Maßnahmen zum Jahr 2002 in die Positivliste aufgenommen. Hieraus ergibt sich, dass zum 01.07.2002 podologische Leistungen an den Füßen der Diabetiker mit den Krankenkassen abgerechnet werden können.
Jedoch können nur zugelassene Praxen diese Leistung abrechnen. Um eine Krankenkassenzulassung zu bekommen benötigt man eine Genehmigung, die folgende Kriterien beinhaltet. Der Therapeut muss nach § 1 des Podologengesetzes eine Berechtigung zum führen den Berufsbezeichnung nachweisen. Des Weiteren muss die Praxis bestimmte Qualitäts- und Strukturmerkmale aufweisen. Im Einzelnen müssen 2 Behandlungsräume baulich von einander getrennt nachzuweisen sein. Die infrastrukturellen Voraussetzungen sollen in erster Linie der Qualitätssicherung sowie der strikten Einhaltung der Hygienevorschriften dienen.
Was muss erfüllt werden, damit Sie als Diabetiker mit Ihrer Krankenkasse abrechnen können?

  1. Sie benötigen eine Verordnung von einem Facharzt. Diese Verordnung muss auf dem Rezeptblatt Muster 13 erfolgen.
  2. Auf dem Rezeptblatt muss die Diagnose Diabetes mellitus erfolgen, sowie Angio- und Neuropathie oder die Mischform diagnostiziert sein, nur Diabetiker mit diesen Spätkomplikationen sind von Seiten der Krankenkassen zur Abrechnung zugelassen.
  3. Es können nur zwei Leistungen an Ihren Füßen krankenkassenmäßig abgerechnet werden. a) Nagelbehandlung bei Nagelveränderungen b) Hornhautbehandlungen Weitere Behandlungen, wie Hühneraugen, z. B. sind nicht rezeptlich zu verordnen.
  4. Alle Behandlungen können nur am Fußstadium Wagner 0 verordnet werden. (Wagner 0, geschlossene Haut, keinerlei Verletzungen.)
  5. Eine 15%ige Zuzahlung von den Patienten muss erfolgen.
  6. Der Patient muss bei der Abrechnung nicht in Vorkasse stehen.
  7. Es sind nur podologische Leistungen zu verordnen. Sollten auf der Verordnung folgende Texte erscheinen:
    Fußpflege bei Diabetes, sind diese Verordnungen unzureichend.
  8. Die Behandlungen sind nicht budgetiert.






















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